Noch ’ne Baustelle… die Schilddrüse

von Yvonne

Die Schilddrüse, noch so ein komplexes Thema. So ist es irgendwie immer im Leben: Wenn, dann kommt alles zusammen. Den Eindruck habe ich jedenfalls. Nachdem ich nun seit ca. 2 1/2 Jahren weiß, dass mein „trouble belly“ einer mittleren Großbaustelle gleicht, ist meine Schilddrüse der Meinung, sich auch noch wichtig machen zu müssen. Wieso, weshalb, warum ist im Moment noch nicht umfassend klar.

Zufall ist es nicht, denn einige Fachleute beleuchten bereits den Zusammenhang zwischen Leaky Gut und Schilddrüse.

Einer der typischen Effekte von Leaky Gut können irreversible Autoimmunerkrankungen sein. Und eine davon ist die Hashimoto Thyreoiditis, eine Erkrankung der Schilddrüse, bei der das Gewebe des Organs sich nach und nach zerstört.

Vor 2 1/2 Jahren wurde einen 2 cm große Zyste auf der rechten, unteren, hinteren Seite meiner Schilddrüse entdeckt, die sich zu drei kleinen Knoten gesellt. Sie taten nicht weh, aber zumindest die Zyste war fühlbar – es fühlt sich an, als würde eine Weintraube neben der Speiseröhre klemmen. An manchen Tagen mehr, an manchen Tagen weniger. Sie ist mit einer Flüssigkeit gefüllt, die ggf auch mehr oder weniger werden kann.

Gestern war ich endlich wieder zur Kontrolle, bestehend aus einer Szintigrafie, einem Ultraschall und einer Blutabnahme.

Bei der Szintigrafie wird zunächst radioaktives Jod gespritzt. Damit wird ermittelt, wie sehr das Schilddrüsengewebe (inkl. der Knoten) das Jod aufnimmt und verstoffwechselt. So werden die sogenannten „kalten“ oder „heißen“ Knoten identifiziert – sprich, ob ein Knoten einen Stoffwechsel aufweist und keine (kalt) oder zu viel Schilddrüsenhormone (heiß) produziert.

Das Ultraschallbild zeigt ergänzende Informationen wie Struktur und Größe von Knoten.

Die Blutuntersuchung liefert hormonelle Werte, und zeigt an, ob Hormone in ausreichender Menge produziert werden und ob ggf eine Über- bzw Unterfunktion der Schilddrüse vorliegt.

Die gute Nachricht: Im ersten Schritt (Szintigramm und Ultraschall) scheint alles unverändert. Die drei Knoten sind nicht gewachsen. Die Zyste ist allerdings auch noch da – hier war die Hoffnung, dass sie sich zurückbildet. Immerhin ist sie nicht gewachsen. Sie schmerzt nach wie vor nicht, ist aber an manchen Tagen klar zu fühlen und zu spüren.

Sowohl Knoten als auch Zyste sind „kalt“ – auch das ist schonmal gut und wichtig zu wissen. Ein Anzeichen für beginnendes Hashimoto ist nicht erkennbar – das ist fast die beste Nachricht.

Knoten und Zyste bleiben weiter unoperiert, die nächste Kontrolle findet in einem Jahr statt. Es gibt keine akute Not, hier einzugreifen.

Die Blutwerte stehen noch aus. Danach wird entschieden, ob ggf Schilddrüsenhormone zugeführt werden müssen.

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