Dinkel-Walnuss-Baguette: Dieses göttliche Brot hatte Premiere an Silvester 2020. Da war es noch etwas „aus dem Ärmel gezaubert“ – wie so oft 🙂 Nun gibt es endlich eine „saubere“ Rezept-Lösung.
Auch wenn ich weitestgehend glutenfrei lebe – bei Brot darf es ab und an Dinkel sein. Denn ich esse ausgesprochen selten Brot (was allemal besser ist als überteuertes glutenfreies Brot mit viel zu vielen unübersichtlichen Zutaten zu essen) – und vertrage Dinkel recht gut. Was im Übrigens für viele „Bauchmenschen“ gilt. Also Dinkel.
Walnüsse lieben wir ohnehin. Neben Mandeln und Paranüssen zählen sie zu meinen Lieblingsnüssen. Sie sind Power pur und wahres Hirn-Futter. Walnüsse enthalten reichlich mehrfach ungesättigte Fettsären, wirken sich positiv auf den Cholesterinwert aus, wirken antioxidativ und damit gegen schädliche freie Radikale, enthalten u.a. diverse wichtige B-Vitamine sowie Kalium, Zink, Magnesium, Eisen und Kalzium.
Wir verarbeiten zunehmend unsere eigenen, selbst gesammelten Walnüsse. Mein Mann geht gerne im Spätsommer auf die Sammel-Pirsch, wenn wir z.B. an der Mosel sind.

Nicht wundern, die Menge der Hefe ist ungewohnt gering. Wir setzen auf lange Teigführung statt Hefemenge. Den Hefeteig lasse ich mindestens 24 Stunden gehen. Dadurch wird er insgesamt deutlich bekömmlicher und verträglicher. Das habe ich mir bei einem Besuch in Neapel vor ein paar Jahren bei den Neapolitanischen Pizzaioli abgeschaut und gelernt. Durch eine lange Gehzeit wird dieses Hefe-Mehl-Gemisch quasi schon „vorverdaut“ und Phytinsäure abgebaut. In jedem Fall eine echte Erleichterung für Bauchmenschen. Und eine sehr leckere noch dazu – denn der Teig wird extra „chewy“ 🙂
Der Teig ergibt auch wunderbare Sonntagsbrötchen. Super praktisch, am Samstag morgen schonmal entspannt den Teig ansetzen und am Sonntag ofenwarme Brötchen genießen! Mag ich am liebsten mit frischen Tomaten und Ziegenfrischkäse oder meinem leckeren Kartoffelkas mit Kräutern. 🙂

Planetary Health Check
- Vollkorn-Anteil: 100 %. Damit triffst du die PHD-Vorgabe von ca. 230 g Vollkorn pro Tag perfekt!
- Nuss-Integration: Mit ca. 30–50 g Walnüssen pro Baguette deckst du bei 2–3 Scheiben bereits einen Großteil deiner täglichen Nuss-Ration voll ab (empfohlen sind 25–50 g).
- Nachhaltigkeit: Selbstgebackenes Brot spart Verpackungsmüll und nutzt regionale Getreidesorten wie Dinkel und Roggen. Auch die Walnüsse können idealerweise regional bezogen oder gesammelt werden.
- Gemüse: Für einen Gemüseanteil kann bei Bedarf gekochte Süßkartoffel (Püree) oder geraspelte Möhre untergebracht werde. Auch gekochte, rote Linsen gehen – und bringen gleichzeitig noch ein paar Proteine. Ansonsten lässt sich dieser Part hervorragend über Aufstriche und Dips sowie begleitende Suppe oder Salat darstellen.

Das passt dazu
Dieses Baguette passt hervorragend zu meinem Grünkern-Salat oder dem Walnuss-Brokkoli-Pesto. Ich liebe sehr meinen Kartoffelkas mit Kräutern (habe ich praktisch immer vorbereitet im Kühlschrank) oder Hummus in verschiedenen Varianten.
Manchmal gönnen wir uns eine ausgewählte Käseplatte mit Oliven, Rohkost, Weintrauben und Nüssen – sensationell zu diesem Baguette.

Fotos: Mateusz Feliksik (Walnüsse), Markus Spiske (Brötchen) – das Titelfoto wurde mit Hilfe von KI erstellt.
Für den Vorteig Mehl, Wasser, Hefe und Ahornsirup grob vermischen und 20 Minuten stehen lassen. Erst dann das Salz hinzufügen und den Teig ca. 5–8 Minuten kräftig kneten, bis er elastisch wird. Den Teig in den Kühlschrank geben und 24 Stunden ruhen lassen. Vor der Verarbeitung aus dem Kühlschrank herausnehmen (ca 30 Minuten).
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