Was ist die Planetary Health Diet – kurz & knackig

von Yvonne

Die Planetary Health Diet ist ein wissenschaftlich fundiertes Ernährungskonzept, das darauf abzielt, die Gesundheit des Menschen und des Planeten gleichermaßen zu schützen. 

Entwickelt wurde dieser globale Speiseplan von der EAT-Lancet-Kommission, einem Zusammenschluss von 37 weltweit führenden Wissenschaftlern aus Bereichen wie Gesundheit, Landwirtschaft und Klimaforschung. Ihr Ziel war es, belastbare Zielwerte zu definieren, um bis 2050 rund 10 Milliarden Menschen innerhalb der belastbaren Grenzen unserer Erde gesund zu ernähren.

Maximal Pflanzenbasiert

Das Herzstück der Planetary Health Diet ist eine konsequent pflanzenbetonte Kost, bei der Gemüse den größten Anteil auf dem Teller einnimmt. Ergänzt durch Obst, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte und Nüsse entsteht eine nährstoffreiche, diverse Basis, die tierische Produkte nur noch als seltene Beilage und besonderen Genuss vorsieht. Diese Vielfalt an Vitaminen, sekundären Pflanzenstoffen und Ballaststoffen fördert nicht nur die Darmgesundheit, sondern ist der Schlüssel zu einer Ernährung, die den gesamten Körper vitalisiert und gleichzeitig den Planeten entlastet. Verarbeitete Produkte und der Einsatz von Industriezucker werden konsequenterweise nicht berücksichtigt in dieser Ernährung.

Maximal gesund

Diese Ernährungsweise senkt das Risiko für chronische Krankheiten, die gerade in unserer westlichen Welt stetig zunehmen. Durch den Fokus auf ballaststoffreiche Pflanzenkraft und gesunde Fette werden Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Typ-2-Diabetes und Adipositas nachweislich und wissenschaftlich fundiert vorgebeugt. Gleichzeitig fördert die hohe Zufuhr an sekundären Pflanzenstoffen und Mikronährstoffen die Zellregeneration und stärkt langfristig die allgemeine Vitalität.

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Maximal ressourcenschonend

Eine Ernährung entsprechend der PHD schont weltweit wertvolle und immer knapper werdende Ressourcen wie Wasser und Boden.

Sie senkt drastisch den Konsum tierischer Produkte. Das macht wertvolle Agrarflächen für die direkte menschliche Ernährung frei und sichert so weltweit gerechte Lebensgrundlagen für künftige Generationen. Die Wahl regionaler und saisonaler Erzeugnisse minimiert dabei CO₂-Emissionen, stärkt die heimische Landwirtschaft, fördert die Biodiversität und garantiert maximale Nährstoffkraft direkt vom Feld.

Der ideale Teller

So sieht der ideale und ausgewogene Teller entsprechend der Planetary Health Diet aus:

  • 50 % – Obst und Gemüse: Das Fundament jeder Mahlzeit. Davon entfallen etwa 30 % auf verschiedenstes Gemüse und 20 % auf Obst; Gemüse sollte immer Priorität haben.
  • 23 % – Vollkorngetreide: Komplexe Kohlenhydrate aus Getreide und Pseudogetreide wie Buchweizen, Vollkornweizen, Reis, Mais, Hirse oder Hafer, die für langanhaltende Energie sorgen
  • 15 % – Pflanzliche Proteine: Hierzu zählen Hülsenfrüchte (Bohnen, Linsen, Erbsen, Erdnüsse), Sojaprodukte sowie Nüsse, Kerne, Saaten, Maronen etc. als primäre Eiweißquellen
  • 5 % – Gesunde Fette: Hochwertige ungesättigte Pflanzenöle wie Raps- oder Olivenöl
  • 4 % – Tierische Proteine: Ein sehr kleiner Anteil für Geflügel, Fisch und Eier (rotes Fleisch macht davon weniger als 1 % aus)
  • 2 % – Milchprodukte: Ein moderater Anteil an Milch, Joghurt oder Käse (max. 250 g pro Tag)
  • 1 % – Zucker und stärkehaltiges Gemüse: Ein minimaler Spielraum für zugesetzten Zucker oder stärkereiches Knollengemüse wie Kartoffeln und Maniok

Das sind die Kernpunkte kurz auf den Punkt gebracht:

Pflanzen im Fokus: Der Speiseplan besteht überwiegend aus Gemüse, Obst, Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten und Nüssen

Starke Reduktion: Tierische Produkte wie rotes Fleisch, Eier und Milchprodukte sowie zugesetzter Zucker werden auf ein Minimum reduziert

Flexibler Rahmen: Es handelt sich nicht um eine strenge Diät, sondern um ein flexibles Modell, das regionale und kulturelle Unterschiede berücksichtigt

Doppelter Nutzen: Diese Ernährungsweise senkt

  1. das Risiko für chronische Krankheiten und schont
  2. gleichzeitig wertvolle Ressourcen wie Wasser und Boden

Alle umfassenden Informationen zur Planetary Health Diet liefert natürlich die offizielle Website von EAT LANCET.

Hier findet Ihr ein knackiges und gut verständliches Video zum Thema.

Gut und Lecker

Klingt das alles nach Einschränkung und Genussverzicht? Kein bisschen. Mir selber fehlen die Kartoffeln – aber das ist mein persönliches Ding, ich liebe einfach Kartoffeln in allen Variationen. Dann wird zukünftig an der Menge geschraubt und schlau kombiniert. Challenge accepted 🙂

Auf diesem Blog werden zukünftig immer mehr Rezepte zu finden sein, die sich konkret an den Leitplanken der Planetary Health Diet bewegt. Aber auch alle bisherigen Rezepte sind bereits überwiegend pflanzenbetont und damit passend.

Lasst Euch inspirieren – es gibt eine Menge zu entdecken und zu probieren. Und eins ist sicher: Alles ist LECKER! 🙂

STAY TUNED AND HEALTHY 🙂

Fotos: Ella Olsson, Pexel (Titelbild), Quang Nguyen Vinh (Bauern), Oliver Rindelaub (YSG)

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