Grünes Hummus antioxidativ: Zugegeben, es klingt ein bisschen unsexy. Aber es ist einfach megagut! Ich liebe Hummus und verbringe kaum einen Tag ohne eine meiner zahlreichen Varianten in irgendeinem Gericht. Und ich möchte natürlich gerne so viele und gute Inhaltsstoffe wie möglich – und allen voran mit allem, das antioxidativ in meinem Körper wirkt. Ganz abgesehen von Ballaststoffen, Eiweiß und komplexen Kohlehydraten. Hummus eignet sich großartig dazu, maximale Nährstoffdichte mit maximalem Genuss zu verbinden!
Aber was heißt antioxidativ genau?
Das Problem: Freie Radikale
Das Problem sind die sogenannten Freien Radikalen. Durch Atmung (Schadstoffaufnahme), Stoffwechsel, aber auch durch Stress, UV-Licht und Rauchen entstehen im Körper diese aggressive Sauerstoffverbindungen. Sie greifen Zellen an und beschädigen oder zerstören sie. Diesen Zustand nennt man oxidativen Stress. Er führt zu schnellerer Alterung und Krankheiten. Das ist die sehr knappe Beschreibung – an anderer Stelle vertiefe ich das Thema in Kürze.
Die Lösung: Antioxidantien
Zunächst lautet die Lösung natürlich: VERMEIDEN! Alles, was diesen Zellstress auslöst, möglichst lassen, minimieren, eindämmen. Und dann lautet Teil 2 der Lösung: Antioxidantien. Sie lassen sich vielfältig durch entsprechende Lebensmittel aufnehmen. Verschiedene Antioxidantien (wie Polyphenole, Glutathion, Vitamin C oder Vitamin E) wirken dann als Bodyguards der Zellen. Sie fangen die freien Radikale ein. Sie machen sie chemisch unschädlich. Sie opfern sich dabei quasi selbst, um die gesunde Zelle zu schützen.
Das macht den Antioxidantien-Boost
- Die Kräuter-Basis: Große Mengen an glatter Petersilie (reich an Apiin und Vitamin C) und frischer Minze (enthält starke Rosmarinsäure) färben das Hummus intensiv grün. Das dunkle Blattgrün zeigt einen hohen Anteil an antioxidativ wirkenden Polyphenolen.
- Das Olivenöl: Hochwertiges Natives Olivenöl Extra liefert die wertvollen Polyphenole Oleocanthal und Hydroxytyrosol. Ein leichtes Kratzen im Hals beim puren Probieren signalisiert übrigens einen besonders hohen Gehalt.
- Der Geheimtipp: Ein halber Teelöffel Matcha-Pulver schleust hochkonzentrierte Epigallocatechingallat-Katechine (EGCG) in den Dip, ohne den typischen Hummus-Geschmack zu übertönen.
- Die Synergie: Der frische Zitronensaft liefert Vitamin C, welches die empfindlichen Polyphenole der Kräuter vor der Oxidation (Braunfärbung) schützt und ihre Bioverfügbarkeit im Körper steigert.
Und das ist im Detail alles drin
- Petersilie: Extrem reich an Apiin, Myricetin und Vitamin C
- Minze: Enthält Rosmarinsäure mit starker antioxidativer Wirkung
- Natives Olivenöl extra: Reich an Oleocanthal und Hydroxytyrosol für Herzschutz
- Tahini: Die Paste aus Sesam enthält die lignanen Antioxidantien Sesamin und Sesamolin.
- Knoblauch: Liefert Allicin, das beim Zerdrücken aktiviert wird.
- Zitrone: Wichtiger Poly-Buddy, das enthaltene Vitamin C schützt die Kräuter-Polyphenole vor Oxidation.
- Matcha-Pulver: Konzentrierte Epigallocatechingallat (EGCG)-Katechine.
Lust auf noch mehr Antioxidantien?
Dunkle Beeren, dunkles Blattgemüse, Oliven und Olivenöl – das findet Ihr hier schon in zahlreichen Rezepten. Ich liebe Heidelbeeren und Aronia. Ich liebe Spinat und Mangold. Und ich liebe Kräuter in allen erdenklichen Formen – frisches Pesto ist auch immer eine wunderbare Idee!
Lust auf noch mehr Hummus?
Dann bist Du hier genau richtig 🙂 Mein liebstes ist aktuell Dattel-Curry. Eine wahre Geschmacksexplosion.
Und das Rote-Beete-Hummus – immer wieder sensationell gut.
Fotos: eigene, Pexels
Petersilie und Minze gründlich waschen und trocken schleudern. Die groben Stiele entfernen. Olivenöl, den Zitronensaft, die Kräuter, den Knoblauch und das Matcha-Pulver in einen Food Processor geben. Alles mixen, bis eine feine, intensiv grüne Paste entsteht (Das Öl schützt die Polyphenole vor Luftkontakt.)ZUTATEN
ANLEITUNG
Knoblauchzehen schälen und hacken oder pressen. Anschließend 5 Minuten
ruhen lassen, damit sich das Allicin voll entfalten kann.
Kichererbsen, Tahini, Kreuzkümmel und eine Prise Salz hinzufügen und alles mehrere Minuten lang auf höchster Stufe zu einer glatten Masse mixen. Während des Mixens esslöffelweise eiskaltes Wasser (oder Eiswürfel) hinzugeben, bis das Hummus eine perfekt cremige, luftige Textur annimmt.