Welches Obst darf ein Welpe essen? Diese Frage habe ich mir in den letzten Tagen häufiger gestellt, da unser Welpe Emil tatsächlich ein „Obsthund“ zu sein scheint – ganz im Gegensatz zu unserem Hund Howard, der „Team Gemüse“ war, ganz wie sein Frauchen 🙂
Zeit also, sich das Thema Obst, speziell für Welpen im Wachstum, einmal genauer anzuschauen.
Soviel ist schonmal klar: Obst ist eine tolle, gesunde Abwechslung für Welpen. Wenn der Hund noch im Wachstum ist, ist Obst ist aber wirklich nur ein Leckerli und darf maximal 10 % der täglichen Futtermenge ausmachen. Zu viel Fruchtzucker führt bei Welpen schnell zu Durchfall.
Erlaubte Obstsorten
Es gibt einige erlaubte Obstsorten – aber wichtig nochmal: Immer nur in ganz kleinen Mengen und immer nur als ganz besonderes Leckerchen.
- Apfel: Sehr beliebt, mögen eigentlich fast alle Hunde (außer Howard) Wichtig: Immer ohne Kerngehäuse füttern, da die Kerne giftige Blausäure enthalten.
- Feigen: Mein Hund liebt sie, aber sie sind etwas tricky: Unreife Feigen sowie der weiße Saft der Pflanze enthalten Ficin und Ficusin, was für Hunde giftig ist und Schleimhautentzündungen verursacht. Auf unseren Feigenbaum im Garten müssen wir ebenfalls einen Blick halten, denn die Blätter, die Rinde und die Äste sind für Hunde giftig!
- Ananas: Darf, aber nur frisch und reif sowie ohne Schale und Strunk.
- Banane: Liefert viel Energie und Kalium. Da sie sehr gehaltvoll ist, für einen Welpen nur 1–2 dünne Scheiben pro Tag.
- Blaubeere: Lieben die meisten Hunde – und meiner ganz besonders 🙂 Echtes Superfoods und sehr gut für das im Aufbau befindliche Immunsystem. 2–3 Beeren am Tag reichen völlig aus.
- Erdbeeren – dito 🙂 Auch gefriergetrocknet zwischendurch mal als Alternative. Aber Achtung: es muss 100% reine Frucht sein und bitte nur 1-2 Scheibchen, da die Frucht hochkonzentriert ist in diesem Zustand.
- Himbeeren – dito 🙂
- Kiwi – ok, aber bitte mit Vorsicht in kleinsten Mengen testen. Wichtig: Ausschließlich geschält und wirklich reif (selten der Fall bei deutscher Supermarktware). Kiwis sind reich an Vitamin C, Kalium und Ballaststoffen, die das junge Immunsystem unterstützen. Wegen der enthaltenen Fruchtsäure und des hohen Ballaststoffgehalts kann zu viel Kiwi bei einem jungen Hund jedoch schnell zu Magenproblemen führen. Also nochmals: Vorsicht!
- Wassermelone: Perfekt im Sommer. Aber bitte nur komplett ohne Kerne und ohne die grüne Schale füttern! Sommer-Hack: Kleine Wassermelonenstücke einfrieren und dem Hund als Erfrischung reichen.
Strikt verbotenes Obst
Dieses Obst ist strikt verboten, auch in kleinen Mengen:
- Weintrauben & Rosinen: Achtung! Extrem giftig! Sie können schon in kleinen Mengen zu akutem Nierenversagen führen.
- Avocado: Enthält Persin, was Herzmuskelschäden verursachen kann.
- Steinobst (Kirschen, Pflaumen, Pfirsiche, Nektarinen, Aprikosen): Die Früchte selbst sind oft in kleinsten Mengen okay (Einzelfall prüfen!), aber die Kerne sind lebensgefährlich – sie bergen Erstickungsgefahr und beinhalten giftige Blausäure.
Bleibt dran, es gibt noch mehr dog-content. Welches Gemüse? Welche Kräuter? Welche Kerne und Nüsse? Und noch vieles andere kommt demnächst. Denn ein Leben ohne Hund ist möglich aber sinnlos 😉
Fotos: eigene, Jari Lobo/Pexels (Weintrauben), Rarnie McCudden/Pexels (Titelbild)