Panzanella | Italienischer Brotsalat

Panzanella | Italienischer Brotsalat: Das ist bella italia pur!

Ich komme gerade aus Norditalien zurück. Geschäftliche Termine meines Mannes und mir haben uns in eine der kulinarisch schönsten Gegenden Italiens geführt – die Emilia Romagna, mit einer Route grob zwischen Mailand und der Adria, u.a. mit Stopp in Bologna, Modena, Bergamo, Rimini, Cervia und Cesenatico an der Adria (mein persönliches Highlight, touristisch aber trotzdem charmant und historisch wertvoll – den Kanal mit Hafen hat Leonardo Da Vinci entwickelt).

Ich liebe die italienische Küche in ihren vielschichtigen Ausprägungen, insbesondere, da sie einfach aber immer qualitativ hochwertig ist. Und immer regionale Raffinessen aufweist – nicht selten aus Mangel entstanden bzw aus dem, was vorhanden war. Aber Not macht ja bekanntlich erfinderisch. Und zeigt, dass man aus wenigen guten Zutaten ein kulinarisches Highlight zaubern kann.

Dieser Brotsalat ist das perfekte Beispiel: Eigentlich ein Resteessen – ein klassischer Vertreter der sogenannten „cucina povera“ (manche würden auch „Arme-Leute-Essen“ dazu sagen): In diesem Fall ist es die perfekte Verwendung von nicht mehr ganz taufrischem Brot (ich nehme gerne Ciabatta oder Focaccia), besten frischen Zutaten und hochwertigen Vorräten – allem voran aromatischen Tomaten.

Ich sage immer, das ist „Bruschetta in der Schüssel“: Die leckeren, knusprigen Brotscheiben mit dem Tomaten-Topping – ein Klassiker! – in einer superpraktischen Version und deutlich einfacher zu essen 🙂

Tomaten, Knoblauch, Frühlingszwiebeln, Olivenöl, Salz, Pfeffer, ein paar Kräuter und geröstete, knusprige Brotstücke – mehr braucht es nicht. Für mich geben schwarze Oliven (am liebsten die kleinen Taggiasca-Oliven) und Pecorino in jedem Fall noch Kick. Ich mag auch gerne Burrata oder auch – untypisch – Feta dazu!

Und bei mir passiert alles immer freestyle, wie Ihr wisst. Deshalb liefere ich Euch hier das Panzanella-Rezept von Anton Schmaus. Der großartige Nachname ist Programm – er ist Koch und nicht irgendeiner, sondern Spitzenkoch aus Regensburg und der Leibkoch unserer Fußball-Nationalmannschaft währen der EURO 2024.

Also, danke Anton für das tolle Rezept und die Inspiration!

Lust auf bella italia?

Wer mich etwas kennt, weiß, dass ich ein echter Italien-Addict bin: ich liebe die vielfältige, regionale Küche voller Traditionen und molto amore. Denn die meisten Gerichte fallen unter die, oben erwähnte, sogenannte cucina povera (Arme-Leute-Essen) und die zeigen in perfekter Weise, wie die Mammas und Nonnas zuhause mit wenigen, saisonalen Zutaten aus ihren kleinen Gärten die wunderbarsten Gerichte für la famiglia gezaubert haben.

Einige Pasta-Rezepte haben übrigens tolle Entstehungsgeschichten, die ich unter Pasta e Storia zusammengefasst habe. Diese Rezepte schreibe ich ausnahmsweise alle zweisprachig, um ein bisschen mein Italienisch zu pimpen 😉 Schaut doch mal vorbei und findet raus, welche Pasta aus dem Rotlichtmillieu Neapels kommt und welche Pasta Sophia Loren und Bud Spencer geliebt haben.

Fotos: eigene, Pexels (Tomaten),

Panzanella | Italienischer Brotsalat

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Nutrition facts: 200 calories 20 grams fat
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ZUTATEN

  • 250 g Baguette, Ciabatta o.ä. vom Vortag
  • 1 Rote Zwiebel
  • 10 Kirschtomaten
  • 1 Gurke
  • 20 schwarze Taggiasca-Oliven
  • 10 g Kapernbeeren
  • Gutes Olivenöl
  • Weißer Aceto Balsamico
  • Basilikum
  • Glatte Petersilie
  • Schwarzer Pfeffer
  • Salz

ANLEITUNG

Die Kirschtomaten waschen und vierteln. Die Gurke waschen und in gleich große Stücke schneiden. Die Zwiebel häuten und in sehr feine Streifen schneiden. Die (entsteinten) Oliven in Ringe schneiden. Petersilie und Basilikum waschen, trocken schleudern und kleinschneiden.

Das Brot in ca. 2 x 2 cm große Stücke schneiden.

Olivenöl in der Pfanne erhitzen und die Brotwürfel darin scharf von allen Seiten anrösten. Dann mit dem weissen Essig ablöschen und komplett einreduzieren lassen. Die Brotwürfel zusammen mit den anderen Zutaten (außer den Kräutern) in eine Schüssel geben und gut miteinander vermengen. Schüssel abdecken und mindestens 30 Minuten ziehen lassen.

Mit den Kräutern mischen, nochmal alles durchmischen, ggf. nachwürzen und servieren.

Quelle: Welt am Sonntag, 16.06.2024

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