Maronen Tarte

von Yvonne

Maronen Tarte – eine nächtliche Eingebung. Mein Mann hatte mal wieder einen Berg Maronen von der Gassirunde mitgebracht und wir wollten mal etwas Neues ausprobieren.

Die Idee war eine saftige Maronen Tarte.

Maronen lieben Süßkartoffel

Sie kommt in Kombi mit unserer Allzweckwaffe Süßkartoffel daher – und natürlich völlig ohne Mehl. Maronen und Süßkartoffel haben eine gewisse Eigensüße, die ich nur durch etwas Kokosblütenzucker ergänze.

Maronen – oder Esskastanien – sind perfekt zum Backen (Maronen- oder Kastanienmehl ist inzwischen in jedem guten Supermarkt zu finden). Frische Maronen koche ich kurz (3-5 Minuten), schrecke sie mit kaltem Wasser ab und schäle sie möglichst noch in warmem Zustand. Dann lässt sich die innenliegende Haut deutlich leichter entfernen. Die Maronen müssen vollständig abgekühlt sein, bevor sie gemahlen werden (Kochen und schälen erledige ich deshalb gerne am Abend vorher). In meinem Food Processor mahle ich sie nicht allzu fein – ich mag es, wenn die Tarte etwas Struktur und Biss hat. Gut eine Hand voll der Maronen mahle ich nicht, sondern hacke sie nur ganz grob.

Wer keine frischen Maronen sammeln oder kaufen kann, greift einfach auf vorgekochte, vakuumierte Ware zurück.

Superfood Marone

Maronen sind gesundheitliche Alleskönner und enorm wertvoll – ein echtes Superfood und dabei auch noch regional verfügbar.

Maronen bestehen aus komplexen Kohlehydraten, die lange sättigen und den Blutzucker nur langsam ansteigen lassen. Sie sind glutenfrei und wirken im Körper basisch. Sie gehören zu den Nüssen, haben aber deutlich weniger Fett (ca. 200 kcal/100 g). Sie sind besonders reich an Kalium – das reguliert den Natriumspiegel im Blut und kann aktiv zur Verhinderung von Herz-Kreislauf-Problemen beitragen. Sie enthalten die Mineralien Magnesium, Eisen und Kalzium und die Spurenelemente Mangan und Kupfer. Vitamin C ist fast so viel wie in einer Orange vorhanden und trägt zur Stärkung des Immunsystems bei. Maronen weisen praktisch alle B-Vitamine auf, Vitamin B1 ist gut für die Nerven und ist an der Bildung des Glückshormons Serotonin beteiligt, Vitamin B2 stärkt die Leber und fördert Entgiftungsvorgänge im Körper, die Haut wird unterstützt und das Hirn gestärkt (das hat sogar schon Hildegard von Bingen erkannt!).

Außerdem können Maronen durch ihre mehrfach ungesättigten Fettsäuren zur Senkung des Cholesterinspiegels beitragen. Sie sind lowFODMAP, was sie gerade für „Bauchmenschen“ besonders wertvoll und leicht verdaulich macht.

Maronen Tarte & leckeres „Pimping“

Ich backe meine Tarte gerne in einer typischen Tarte-Form und lasse den Kuchen auch zum Servieren darin. In meiner Küche hat sich die Glasform von [Werbung, Affiliate Link*] Pyrex durchgesetzt.

Alternativ backe ich manchmal auch kleine Tartelets (Praktisch für unterwegs, Stichwort „mealprep“).

Für Besuch pimpe ich die Tarte gerne mit etwas Schlagsahne und manchmal einem Schuß Eierlikör (natürlich Bio, Ihr wisst – wenn Alkohol, dann in Maßen und bester Qualität). Oder mit einer kleine Beerenauswahl – z.B. herbstlichen Brombeeren.

Die Tarte lässt sich alternativ auch vegan zubereiten: Die Eier gegen gequollenen Flohsamenschalen oder sogenannten „Ei-Ersatz“ austauschen und statt der Butter Kokosöl nehmen.

Sie schmeckt übrigens großartig, wenn die Oberfläche leicht karamellisiert ist. Dafür kurz vor Fertigstellung etwas Zucker auf der Tarte verteilen und kurz unter den Grill des Backofens stellen.

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Maronen Tarte

Maronen Tarte – eine nächtliche Eingebung. Mein Mann hatte mal wieder einen… Rezepte Kuchen, Tarte, Tartelette, Torte European Drucken
Personen: 12 Vorbereitungszeit: Kochzeit:
Nutrition facts: 200 calories 20 grams fat
Rating: 3.0/5
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ZUTATEN

  • 600 g Maronen, gekocht und geschält
  • 1 kleine Süßkartoffel, geschält und gerieben
  • 150 g Butter, zimmerwarm
  • 2 Eier, getrennt
  • 3 EL Zucker (z.B. Kokosblütenzucker)
  • 1 Prise Kardamom
  • 1 Prise Zimt
  • 1 Prise Salz
  • etwas Puderzucker zum Bestäuben

ANLEITUNG

Die Maronen kochen, schälen und abkühlen lassen.

Die kalten Maronen im Food Processor mahlen (nicht ganz fein).

Das Eiweiß steif schlagen, beiseite stellen. Eigelbe mit Zucker und der weichen Butter schaumig schlagen. Maronen und Gewürze dazugeben, alles gut vermengen. Das Einweiß unterheben.

Die Masse in eine mit Butter ausgestrichene Tarteform geben.  Tarte bei 180 Grad für ca. 45 Minuten backen.

Abkühlen lassen und mit etwas Puderzucker bestäuben. Alternativ kurz vor Ende der Backzeit mit etwas Zucker bestreuen, unter dem Grill leicht karamellisieren lassen und warm servieren.

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