Sushi-Liebe in Hamburg

von Yvonne

Meine Sushi-Liebe begann vor circa 20 Jahren Hamburg. Ich hatte schon davon gehört, dass es das gibt. Ein damaliger Verehrer hatte mich eines Abends in ein Sushi-Restaurant eingeladen. Ich war schockverliebt – in das Sushi, nicht in den Typen. Die Bento-Box (seine Empfehlung) war super. Die Sache mit ihm hatte sich trotzdem sofort erledigt. Aber er hat mir eine neue Food-Welt eröffnet, die mich bis heute begleitet.

Ich liebe Sushi einfach über alles, schätze gute Qualität (butterweicher Thunfisch, Avocado auf den Punkt reif!) und handwerkliches Können. Glücklicherweise gehört Sushi zu den wenigen Dingen, die ich relativ uneingeschränkt essen kann. Kalter Reis ist sogar perfekt, denn er enthält die für „trouble belly“-Menschen so wertvolle „Resistente Stärke“. Ein wichtiges Präbiotikum für die guten Darmbakterien.

Die Algen liegen meist als Nori-Algen vor, in die das Sushi gewickelt wird. Diese (Süßwasser-) Algenform enthält beachtliche Mengen an Vitamin A, B1, B2, Niacin und Vitamin C – aber nicht die bedenklich hohen Jodmengen, wie Meerwasseralgen (Quelle: EatSmarter)

Was sie Sushi-Varianten anbelangt, gibt es ja zwischen ja nichts mehr was es nicht gibt. Ich mag tatsächlich inzwischen auch mal ganz gerne Enten-Sushi (aber nur in einem ganz bestimmten Laden). Ansonsten bin ich ein Fan klassischer Kombinationen mit Thunfisch, Lachs oder Avocado. Diese haben jedoch den Nachteil, dass sie sehr histaminhaltig sind (bei Leaky Gut keine gute Idee, wie schon an verschiedener Stelle erwähnt). So muss ich hier immer etwas vorsichtig sein, beziehungsweise auch auf andere, unproblematische Veggiesorten zurückgreifen.

Wenn man eines in Hamburg in vielfältiger Weise angeboten bekommt, dann ist es Sushi. Für mich haben sich allerdings einige Favoriten-Locations herauskristallisiert:

Da wäre zunächst einmal Echt Asien, in meiner aktuellen Nachbarschaft in Winterhude (es gibt auch noch eine Dependance in Blankenese). Von der äußeren Erscheinung darf man sich keinesfalls abschrecken lassen. Das Restaurant sieht aus, als wäre es in den achtziger Jahren stehen geblieben – braun und düster. Aber wenn man einmal drinnen sitzt, wird man schnell überzeugt, dass das ein richtig guter Laden ist: freundlicher Service, der auf Zack ist, hervorragendes Handwerk der Sushi-Meister hinter dem Tresen und sehr leckeres Sushi. Die separat gereichte dickflüssige Sauce lieben viel – ich lasse meistens stehen. Zu viel Gedöns, dass den tollen Geschmack der guten Zutaten überdeckt.

Überhaupt mag ich ganz gerne, wenn nicht zu viel unnötiger Schnickschnack dabei ist. Schon mal gar nicht, wenn er in Form von Chili-Majo aus irgendeiner Plastikflasche kommt. Habe ich an anderer Stelle erlebt – Glutamat-Alarm. Für den „trouble belly“ ist das eine echte Katastrophe. In meinem Fall löst Glutamat akut starke Entzündung aus, unter denen ich tagelang leide. Insofern weiß ich in der Regel auch, wo ich essen kann und was. Und wenn ich unsicher bin, frage ich.

Ein anderer Favorit ist das Maral. Abgesehen davon dass es jeden Tag geöffnet hat (auch sonntags, was in Hamburg nicht unbedingt üblich ist), machen sie wirklich richtig gutes Sushi. Auch wenn man kein Sushi mag, wird man hier fündig – die Karte ist umfangreich, so dass wirklich jeder etwas findet. Im Falle der Kokos-Suppe kann ich jedoch sagen, sie soll wohl lecker sein, aber hier wird auf jeden Fall mit Glutamat gearbeitet.

Ob man Steffen Henssler jetzt persönlich gut findet oder nicht (ich finde, er ist zu viel im Fernsehen, aber das ist meine Meinung) – sein Sushi ist hervorragend. Das kann er einfach. Daher kommt er schließlich auch. In Hamburg hält sich hartnäckig das Gerücht (Gerücht deshalb, weil manche sagen, so wäre es nicht), dass er vor vielen Jahren im Lotto gewonnen hat und dieses Geld in eine Sushi-Ausbildung in Los Angeles investiert hat. Und wenn es wirklich nur ’ne Story ist – dann ist es jedenfalls eine gute. Ich bin großer Fan des frisch eröffneten GO by Henssler in der Rothenbaumchaussee. Es ist fast nur in Grau und Schwarz gehalten und sehr Clean eingerichtet.  Das Design, bis hin zu Geschirr und Wasserkrug,  sagt mir persönlich sehr zu. Das Personal ist super, das Essen mega. Die Sushi-Varianten sind durchaus ungewöhnlich und besonders.

Fleischliebhaber kommen aber auch auf ihre Kosten und genießen Köstlichkeiten vom Robata-Grill. Und mit etwas Glück trifft man auf den Chef persönlich vor Ort. Es gibt übrigens auch einen Lieferservice – für mich keine Option, ich möchte solch tolles Essen auch in der entsprechenden Umgebung genießen. Außerdem esse ich genug zuhause – draußen ist auch mal nett.

Eines meiner liebsten Sushi-Restaurant ist seit Langem Raw like Sushi, früher auf der Hoheluftchaussee, jetzt in der Martinistraße in Eppendorf. Die Inhaberin Grit Vehren war meines Wissens die erste, die etwas ungewöhnlichere Sorten, zum Beispiel mit Frischkäse auf der Karte hatten. Jedenfalls war der Laden immer brechend voll. In jüngster Zeit war ich nicht mehr dort, werde aber bald mal wieder hin gehen – nicht zuletzt, da es relativ in meiner Nähe ist.

Soviel zu meinen aktuellen Sushi-Lieblingen in Hamburg! More to test 🙂

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